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#1

Konvoiregeln

in KONVOIREGELN 09.07.2013 19:48
von elbejuergen | 9.773 Beiträge

http://www.repage.de/member/elbcruiser/tourenregeln.html




chopper - cruiser - genussfahrer
Since 2005

Tourenregeln für Elbcruiser

Da ich nicht das Wagenrad ein zweites mal erfinden wollte, hatte ich Hilfe. Im Folgenden sind also Tourenregeln

zu lesen, die sich seit Jahren in der Praxis anderer Fahrgemeinschaften bewährt haben und nicht unnötig

lang sind.Das Fahren im Konvoi ist eine Sache für sich und das Motorradfahren selbst schon gefährlich genug.

Wer hier auf einige wichtige und nützliche Regeln verzichtet, handelt fahrlässig und verantwortungslos.

Deshalb machte ich mir Gedanken über Regeln, die kurz und knapp das Regeln, was es zu Regeln gibt,

nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Selbstdarsteller und Profilierungsneurotiker
haben in einem Konvoi nichts zu suchen!



Wer sich an Regeln hält, ist für die Anderen berechenbar und erhöht somit nicht nur die Fahrsicherheit,

sondern auch den Fahrspaß der Truppe. Denn die schönste Tour ist ein tiefer Griff ins Klo, wenn sie mit

einem Unfall endet. Das gilt übrigens für alle Teilnehmer. Denn auch die nicht am Unfall Beteiligten,

haben ihn mit ansehen müssen und das ist für niemanden schön. Das wichtigste ist immer, dass wir

heil Zuhause ankommen!

Niemand ist für irgendetwas haftbar zu machen.

Jeder fährt eigenverantwortlich und auf eigenes Risiko.

Es gilt immer die STVO.

Im Unfallsfall haften die beteiligten Parteien, wie sonst auch.

Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit dem Ausschluss rechnen.

Die folgenden Regeln sind mir mit freundlicher Genehmigung von Magdog - Volusiafahrer.de zur Verfügung

gestellt worden.

Tourenregeln vom Hauptstaender.de


Erst lesen... dann fahren...
hier geht es um Menschenleben!

Alle Teilnehmer sollten pünktlich mit vollem Tank am Treffpunkt erscheinen. Es ist nicht fair denen gegenüber,

die sich die Mühe machen rechtzeitig einzutreffen um sie dann länger warten zu lassen, während du tankst.

Die Vorbereitung

Die Teilnehmer der Gruppe informieren sich über die zu fahrende Route, so dass jeder Teilnehmer grob weiß,

welchen Verlauf die zu fahrende Strecke nehmen wird. Der Road Captain (Streckenführer) informiert

über eventuelle Gefahrenstellen, um die Teilnehmer auf die Situation vorzubereiten.

Der Road Captain spricht sich mit den Teilnehmer der Tour ab, so dass diejenigen hinter ihm fahren,

welche das Motorrad nur bedingt bzw. nicht so gut beherrschen, wie der Rest der Gruppe oder

diejenigen hinter ihm fahren, deren Laufleistung und/oder Fahreigenschaft nicht zum Vorteil reichen d.h.:

Der mit der wenigsten Erfahrung und/oder dem schwächsten Bike fährt hinter dem Road Captain.

Weiter nach hinten steigert sich das ganze...

Den Abschluss bildet jemand, der die Gruppe auch beieinander halten kann.

Diese Reihenfolge wird einmal festgelegt und die ganze Tour über eingehalten.

Was ist für den Road Captain wichtig:

Beschleunigen oder Überholen erst dann, wenn die ganze Gruppe beisammen ist.

An der Spitze der Gruppe generell zurückhaltender fahren. Sich den letzten Fahrer bzw.

die letzte Maschine einprägen, um die Gruppe auf Vollständigkeit zu prüfen. Nur Warnzeichen geben,

wenn die Gefahr für die Nachfolgenden besonders schwer zu erkennen ist. An Haltepunkten

den Platz für die ganze Gruppe einplanen.
Tankstops und Pausen einplanen und zuvor absprechen
(---> der kleinste Tank kommt wie weit? <---)

Jeder ist für seinen Hintermann verantwortlich.Wichtig: Notfalls sogar anhalten, aber ohne den

übrigen Verkehr zu behindern. Falls du den Fahrer/-in hinter Dir merklich langsamer werden siehst,

lass sie/ihn nicht hinter dir aus den Spiegeln verschwinden. Werde langsamer und behalte sie/ihn im Auge.

Falls sie/er ihre/seine Geschwindigkeit nicht wieder aufnimmt, oder anhält, gib deinem

Vorausfahrenden (der ebenfalls auf Signale von dir achten sollte) die Lichthupe oder Signalhupe.

Er sollte dann genauso seinem Vordermann (Frau) Lichthupe/Signalhupe geben und

so weiter bis zur Spitze der Gruppe.

Auf diese Weise sollte der Road Captain innerhalb von Sekunden wissen, dass jemand am

Schluss der Gruppe Probleme hat und niemand wird zurückgelassen. Es dreht NUR der Road Captain um,

um nach dem Rechten zu sehen, der Rest wartet erst einmal!

Versetzte Fahrweise

Innerhalb der Gruppe wird auf geraden Strecken versetzt gefahren, in Kurven wird

die Sicherheitslinie gewählt. Der Road Captain fährt mittig der Fahrbahn

(damit dieser für alle zu sehen ist), der nächste rechts versetzt usw. Diese

"versetzte Fahrweise" hält die Gruppe kurz und so bleibt jeder auch bei Stops in

zwei Spuren stehen. Weiterhin gewährleistet es jedem Fahrer ausreichend Raum,

um z.B. bei div. kleinen Hindernissen (Steine etc.) nötige Ausweichmanöver zu fahren,

ohne mit seinen "Flügelmann" zusammen zu stoßen. Hier sei noch mal gesagt:

Niemals auf gleicher "Höhe" zum Vordermann aufschließen, außer beim Halten!

Unbedingt den Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden einhalten!

Die gesetzlich vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen werden grundsätzlich eingehalten.

Trotzdem kann es nötig sein, dass hinten in der Gruppe schneller gefahren wird als vorne.

Die Back-Light (Schlusslichter) müssen ja immer wieder aufrücken, damit der Verband einigermaßen geschlossen bleibt.



Immer wichtig dabei: Nicht zu großen Abstand in der Kolonne lassen, die hinter euch fahrenden Biker

müssen das immer wieder aufholen!

Beim Anhalten vor Kreuzungen, Rotlichtampeln und anderen Hindernissen wird eine Zweierreihe

gebildet und der Abstand zum Vorderfahrzeug so kurz wie möglich gehalten um ein schnelles

Überqueren der Kreuzung zu ermöglichen und die Länge der Gruppe zu verkürzen.
Kniffelig ist das Überholen

Hier liegt viel in der Verantwortung des Leiters, der mangelnde Erfahrung und geringe Motorleistung

seiner Nachfolger immer mit berechnen sollte.

Jeder ist für eigene Überholvorgänge selbst verantwortlich!

Überholende wieder einscheren lassen und diesen die Möglichkeit geben einzuscheren. Das heißt,

dass der Vorfahrende auch Platz machen muss und z.B. nicht die Geschwindigkeit heruntersetzt,

so dass das überholte Fahrzeug auf einmal "aufrutscht" und es dem geraden

Überholenden unmöglich macht wieder einzuscheren und seinen Überholvorgang zu beenden.

Bei Überholmanövern nicht blind mitziehen, sondern nur der eigenen Einschätzung der Situation folgen.
Achtung: Es gilt absolutes Überholverbot untereinander!

Um in der Gruppe sicher auf der Autobahn oder sonstigen mehrspurigen Straßen zu überholen

empfiehlt sich folgende Verfahrensweise:

Der Road Captain signalisiert dem letzten Fahrer, dass er beabsichtigt zu überholen

(jedoch kann oft schon von hinten erkannt werden, wann ein Überholvorgang

eingeleitet werden soll). Der letzten Fahrer schert nun raus (wechselt auf die Überholspur)

so dass alle vor ihm fahrenden in Ruhe überholen können, ohne das kritische Situationen entstehen

oder gar ein Autofahrer sich in der Gruppe der Motorräder verunsichert fühlt. Das klappt aber

nur in einem recht eingespielten Team und auch nur wenn der letzte Biker/in aufmerksam fährt.

Überholen auf kurvigen Landstraßen:

Ist der Road Captain am Hindernis vorbei, fährt er weiter links und blinkt auch weiter links,

um zu signalisieren, dass die Fahrbahn von Gegenverkehr frei ist (natürlich nur,

wenn Straße und Verkehr es ohne Gefahr zulassen). Anderen Fahrer haben so die Möglichkeit

zu erkennen, dass ein Überholen möglich ist. Diese hat sich bewährt und jeder kann prüfen,

wie viel Platz er noch zum Raodcaptain hat, ob dieser noch blinkt und ob

ein Überholvorgang problemlos möglich ist. Die nachfolgenden Fahrer haben jetzt

die Distanz bis zum Road Captain plus die Sichtweite des Road Captain zu

Überholen ohne Gegenverkehr. Besondere Beachtung gilt hier z.B. bei Einmündungen

und Grundstückausfahrten!

Pausen und gemeinsame Tankstopps machen.

Pausen machen munter und geben Gelegenheit, die Gruppe zu sammeln,

einen Witz zu erzählen oder über den Fahrstil vom Roadcaptain zu meckern...

Doch besonders sollten hier Teilnehmer der Gruppe dem Road Capta

in eine Rückmeldung geben, ob das Fahrverhalten geeignet ist, gut zu fahren und es den Fahrern

Sicherheit vermittelt.

Wichtig: Hier darf falsche Verlegenheit keine Rolle spielen. Also ruhig bekannt geben, wenn

das Tempo zu schnell ist. Denn man hat keine 10er-Karte die einen Einkauf im Ersatzteillager

für die Spezies Mensch ermöglicht. Diese Verfahrensweisen und Regeln sollte jeder Teilnehmer kennen.

Jeder Fahrer/Jede Fahrerin fährt auch in der Gruppe eigenverantwortlich, dass heißt,

dass jeder sich persönlich vor einem Fahrmanöver über die Verkehrssituation vergewissern

muss und die Verantwortung für sein Handeln trägt!


zuletzt bearbeitet 30.07.2013 18:17 | nach oben springen


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